Studentenwerk Rostock

Aktuelles

Studentenwerk Rostock startet mit Aktionswoche in die Weihnachtszeit
Studentenwerk Rostock startet mit Aktionswoche in die Weihnachtszeit

04.12.2017

Für diese Weihnachtszeit hat sich das Studentenwerk Rostock mit dem Agrarmarketingverein Mecklenburg-Vorpommerns für seine Studierenden, Mitarbeitenden und Gäste etwas Besonderes ausgedacht: Vom 04. bis zum 08. Dezember 2017 können Besucher in allen Mensen zusätzlich zum täglichen Speisenangebot ein Weihnachtsgericht auswählen. Hierbei setzen die Mensen des Studierendenwerkes auf die Region – die Zutaten stammen von regionalen Herstellern. So findet sich beispielsweise Bio-Gemüse aus Pommern oder Putensteak aus Severin auf der Speisekarte wieder. 

Die Zusammenarbeit zwischen dem Studentenwerk Rostock und dem Verein für Agrarmarketing findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Nach den erfolgreichen Aktionen „Feines zur Winterzeit“ und „Spargeltage“ soll nun auch die Weihnachtswoche den Studierenden die regionalen Produkte näher bringen.

Die Aufgabe des Studentenwerkes Rostock im Leistungsbereich Verpflegungsbetriebe ist es, den Studierenden tagtäglich eine gesunde und preiswerte Ernährung zu ermöglichen. Dies ist angesichts der angespannten sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden essenziell. Der Kostendruck auf die Studierenden nimmt derzeit immer weiter zu. Nach der jüngsten, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) müssen mehr als ein Viertel aller Studierenden mit weniger als 700 Euro monatlich auskommen. Die 15% der Studierenden mit den geringsten Einnahmen sparen sich das Geld sogar vom Essen ab. Diesem Umstand wollen wir entgegenwirken und das ist auch unser staatlicher Auftrag. 

Wir bieten in unseren Mensen ein breites Angebot an Speisen zu einem fairen Preis. Die Studierenden können sich selbstbestimmt ihre Mahlzeit durch Auswahl einzelner Komponenten zusammenstellen. Damit wird den Studierenden eine gesunde Ernährung in unseren Mensen ermöglicht. Der Durchschnittspreis für ein Mittagsessen liegt für die Studierenden unter 3 €. Im Jahr verkaufen wir rund 1,2 Mio. Portionen. „Wir sind sehr stolz“, sagt Kai Hörig, Geschäftsführer des Studentenwerkes Rostock,  „dass es uns trotz der oft schwierigen Rahmenbedingungen und der steigenden Kosten für den Betrieb der Mensen weiterhin gelingt, die Essenversorgung für die Studierenden in guter Qualität und zu einen fairen Preis sicher zu stellen. Das ist nur dank der sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort möglich.“

Unser Essensangebot ist schmackhaft, vielfältig und campusnah. An acht Standorten in Rostock und Wismar versorgt das Studentenwerk Rostock rund 18.000 Studierende. Die Nähe zum Campus ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Nur durch kurze Wege ist aufgrund der knappen Pausenzeiten gewährleistet, dass Studierende die Zeit haben, mittags eine vollwertige Mahlzeit in unseren Mensen einzunehmen.

Dabei liegt uns insbesondere die Essensversorgung am Ulmencampus am Herzen. Wir arbeiten  mit Hochdruck daran, an diesem Standort eine neue Mensa zu bauen, um unserem sozialen Auftrag gerecht zu werden. Die derzeitige Interimsmensa „Kleine Mensa Ulme“ mit einer Ausgabestelle auf dem Campus war ursprünglich für einen Zeitraum von vier Jahren vorgesehen. Mittlerweile versorgen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Studierenden dort bereits im zehnten Jahr unter sehr eingeschränkten Arbeitsbedingungen mit einem vielfältigen Essensangebot. Diese Umstände sind eine enorme Belastung für die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz der sehr schwierigen Bedingungen die gewohnte Qualität und Vielfalt für unsere Studierenden aufrechterhalten. „Wir bitten das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Rostock weiterhin um eine besondere Unterstützung für unsere Bauvorhaben, um sowohl die kurzfristige Instandsetzung der Interim-Mensa als auch den Neubau einer Mensa bis 2020 auf dem Grundstück der Ulmenstraße 45 umsetzen zu können“ sagt Hörig.

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Mensa + Studierenden-Wohnheim am Campus Ulmenstraße

23.10.2017

Hintergrund-Material zur ehemaligen Klinik (bis 1946 Elisabethheim)

Fragen & Antworten

Kann man das ehemalige Elisabethheim nicht erhalten?

Nein. Die ehemalige Klinik (bis 1946 Elisabethheim) ist nicht mehr zu retten, dafür liegen baufachliche und wirtschaftliche Gutachten vor, und dies ist schon seit langem bekannt. Das Haus zerfällt seit 13 Jahren, und der Erhalt war nie Auftrag des Studentenwerks Rostock.

Unser staatlicher Auftrag ist es, den Studierenden in Rostock möglichst bezahlbaren Wohnraum und bezahlbares, gutes Essen bereitzustellen. Wir sind ein Sozial­unternehmen, das mit dem staatlichen Finanzierungsanteil des Landes Mecklenburg-Vorpommern und den Semesterbeiträgen der Studierenden wirtschaftlich und sparsam arbeiten muss. Wir können und dürfen keinen Denkmalschutz über den gesetzlichen Rahmen hinaus betreiben. Für das Elisabethheim wurden zwei Anträge auf Denkmalschutz gestellt, in den Jahren 2006 und 2016. Beide Anträge wurden abgelehnt. An seiner Stelle wird für die Zukunft der Studierenden in Rostock etwas Neues gebaut. Wir werden dabei auch von der Universität Rostock und den Studierenden ausdrücklich unterstützt.

Was ist dann geplant?

Bis 2020 sollen auf dem Gelände eine Mensa und ein Studierendenwohnheim entstehen, eingebettet in den Ausbau des Campus an der Ulmenstraße. Dies haben wir in einer Machbarkeitsstudie prüfen lassen, diese war positiv. Wir haben über unser Vorhaben frühzeitig und klar informiert, auch in den vielen Gesprächen mit Ortsbeirat, Fraktionen der Bürgerschaft und Anwohnern. Unsere Bauvoranfrage ist inzwischen bestätigt, und nochmal: Wir müssen jetzt loslegen. Es geht um Zukunftsthemen, um bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden in Rostock, und um eine gute, campusnahe, günstige Essensversorgung.

Warum sind Mensa und Wohnheim wichtig?

Die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden ist angespannt. Das zeigt die jüngste, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW). Im Durchschnitt haben die Studierenden 918 Euro im Monat zur Verfügung, aber 28%, also mehr als ein Viertel, muss mit weniger als 700 Euro monatlich auskommen. Eine weitere Studie zeigt, dass die 15% Studierenden mit den geringsten Einnahmen sich das Geld sogar vom Essen absparen! Genau dem wollen wir gegensteuern, und das ist auch unser staatlicher Sozialauftrag, für den wir auch einen Teil Steuergelder erhalten.

Der Kostendruck auf die Studierenden hat insgesamt zugenommen, vor allem für die Miete. Um diesem zu begegnen, müssen die Eltern tiefer in die Tasche greifen, und die Studierenden jobben mehr. Das BAföG ist auf einem neuen Allzeit-Tief. Kurz: Für einen großen Teil der Studierenden ist bezahlbarer Wohnraum und günstiges Essen essenziell.

Wird noch etwas an die ehemalige Klinik oder das ehemalige Elisabethheim erinnern?

Ja. Es ist nicht so, dass von der Klinik oder dem Elisabethheim gar nichts mehr bleibt. Das haben wir in den vielen Gesprächen mit Ortsbeirat, Fraktionen der Bürgerschaft und Anwohnern immer wieder betont. Im Sinne von Transparenz und Dialog: In den neu entstehenden Gebäudekomplex soll eine Dauerausstellung integriert werden, welche an die Geschichte des Standortes erinnert. Wir können uns vorstellen, dass bei der Fassadengestaltung dem alten Haus die Reverenz erwiesen wird, auch der Park bleibt erhalten. Auch uns geht es darum, das Erbe sichtbar zu machen. Aber nochmal: Wir sind keine Denkmalschutzbehörde. Wir haben einen anderen staatlichen Auftrag.

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Semesterbeitrag
Semesterbeitrag

13.06.2016

Der Semesterbeitrag ist von den Studierenden an den Standorten Rostock und Wismar zu zahlen. Der Beitrag wird von den Hochschulen mit der Einschreibegebühr eingenommen und an das Studentenwerk weitergeleitet. Mit der Zahlung des Beitrages eröffnet sich der Studierende die Inanspruchnahme von Leistungen des Studentenwerkes wie

  • preisbegünstiges Essen in den Mensen und Cafeterien
  • günstige Mieten in den Wohnheimen oder
  • die kostenfreie Nutzung der Beratungsangebote des Studentenwerkes etc.

Der Betrag ist nicht rückzahlbar, auch wenn keine der Leistungen aktiv in Anspruch genommen wird.

Nach Diskussionen mit den Studierendenvertretern, u.a. auch im Uni-StuRa und im Mensaausschuss sowie im Vorstand des Studentenwerkes wurde beschlossen, die Semesterbeiträge um 15 Euro (auf 60 Euro) anzuheben. Die Beiträge liegen damit immer noch unter dem Bundesdurchschnitt, welcher bereits zum WS 2014/2015 bei ca. 65 Euro lag. Die Semesterbeiträge sind Solidarbeiträge, die helfen die Verkaufspreise für Studierende in den Mensen niedrig zu halten. Weiterhin werden aus den Semesterbeiträgen unsere verschiedenen sozialen Angebote finanziert.

Die Anhebung ist uns nicht leicht gefallen. Sie war aber notwendig, um unser breites und hoch qualitatives Angebot an allen Standorten auch weiterhin aufrechterhalten zu können.

Aus Sicht des Studentenwerkes ist auch eine Anhebung der Landeszuschüsse für die Mensen überfällig und dringend notwendig, um die Belastung der Studierenden durch Semesterbeiträge und Essenspreise so gering wie möglich zu halten. Dazu gibt es auch einen einstimmigen Beschluss des Vorstandes. Zudem wurden Gespräche mit der Landesregierung zu diesem Thema aufgenommen.

 

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