Studentenwerk Rostock

Darlehen

Das Studentenwerk Rostock verwaltet einen eigenen Darlehensfonds. Aus diesem Fonds werden kurzfristige Darlehen gewährt, die zur Überbrückung finanzieller Engpässe oder einer unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit dienen. Für das Darlehen muss eine Sicherheit gestellt werden – i.d.R. eine Bürgschaft. Näheres - auch die Rückzahlungsbestimmungen, die z.B. Raten ermöglichen - regelt eine Richtlinie zur Vergabe des Darlehens. Eine schnellstmögliche Bearbeitung wird garantiert, denn eine Potenzierung der Schwierigkeiten soll vermieden werden.

Außerdem können für einige wenige Studierende aus einem Härtefonds zinslose Darlehensmittel zur Studienabschlussförderung für bis zu 12 Monaten bereit gestellt werden. Hierfür verwaltet das Studentenwerk Rostock Mittel, die vom Dachverband, dem Deutschen Studentenwerk e.V., zur Verfügung gestellt werden.


Beratung und Antragstellung über die Sozialberatung.

Richtlinie für die Vergabe von Darlehen aus dem Darlehensfonds des Studentenwerkes Rostock

Gemäß Vorstandsbeschluss vom 14.1.1992 kann bedürftigen Studierenden ein zinsloses Darlehen gewährt werden. Die Entscheidung über die Darlehensgewährung trifft der Geschäftsführer. Er bezieht sich dabei in der Regel auf eine Empfehlung des Vergabeausschusses.

Der Vergabeausschuss besteht aus:


Es werden 2 Arten der Darlehensgewährung unterschieden.

Im Falle der unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer Notsituation kann ein Sozialdarlehen in Höhe der nötigen Aufwendungen, regelmäßig jedoch nicht höher als 800,00 EUR gezahlt werden.

Beim Überbrückungsdarlehen handelt es sich um eine Zahlung für die Zeit des Ausbleibens einer nach dem BAföG zustehenden Leistung, in Ausnahmefällen auch anderer Leistungsträger. Die Notwendigkeit der Überbrückungsleistung darf nicht durch fahrlässiges Verhalten hervorgerufen worden sein.

Der Höchstsatz, der pro Monat beansprucht werden kann, beziffert sich auf 500,00 EUR.

Über die Gewährung eines Überbrückungsdarlehens wegen ausbleibender BAföG-Leistungen kann der Geschäftsführer ohne Einholung der Empfehlung durch den Vergabeausschuss allein entscheiden.


Folgende Bedingungen sind an die Vergabe von Darlehen geknüpft:

  1. Darlehen können Studierende erhalten, die an einer dem Studentenwerk Rostock zugeordneten Hochschuleinrichtung eingeschrieben sind.

  2. Die Bedürftigkeit orientiert sich in der Regel an Grundsätzen des BAföG.

  3. Darlehen werden nicht als Ersatz für ausstehende Leistungen der Unterhaltspflichtigen (Ehepartner oder Eltern) vergeben.

  4. Ein Darlehen darf nur zur im Antrag formulierten Begründung, generell nicht zur Tilgung eines Kredites verwendet werden. Darlehen werden nur für den eigenen Lebensunterhalt des Antragstellers sowie für Studienkosten (einschl. Lernmittel, Exkursion- und Praktikakosten) gewährt. Sie können auch als Vorauszahlung auf in Aussicht gestellte Leistungen öffentlicher oder privater Träger bewilligt werden.

  5. Ein Darlehen wird nur auf persönlich gestellten Antrag hin gewährt. Der Antrag ist mittels Formblatt zu stellen und mit folgenden Unterlagen vorzulegen (a, b) bzw. einzureichen (c - e):

    a)     Immatrikulationsbescheinigung/Prüfungsanmeldung

    b)     Personalausweis/Pass

    c)      Begründung des Antrages

    d)     Belege und Nachweise zum Antragsgrund (z.B. BAföG-Bescheid, Mietvertrag, Wohngeldantrag)

    e)     Sicherheitsleistung (z.B. Bürgschaft, Auskunft BAföG-Amt, Abtretungserklärung) 

  6. Zur Sicherung des Darlehens im Fall der unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer Notsituation oder des Überbrückungsdarlehens ist eine selbstschuldnerische Bürgschaft für den Darlehensbetrag beizubringen.

Die Bürgschaft ist in einer formgebundenen Erklärung abzugeben, wobei die Unterschrift des Bürgen von einer Siegelführenden Einrichtung beglaubigt sein muss. Siegelführende Behörden sind z.B. Gemeinde-, Landes- und Bundesdienststellen.

Der Bürge muss selbst über ein regelmäßiges pfändbares Einkommen verfügen. Das Studentenwerk behält sich das Recht vor, einen Bürgen abzulehnen. Als Bürgen scheiden z.B. Studierende u.a. Auszubildende sowie Schuldner der Darlehenskasse aus.

In begründeten Ausnahmefällen können andere Sicherheitsleistungen anerkannt werden (z.B. Abtretungserklärung, Bankbürgschaft).

Im Fall des Überbrückungsdarlehens für BAföG-Leistungen wird auf eine selbstschuldnerische Bürgschaftserklärung eines Dritten verzichtet, wenn das Amt für Ausbildungsförderung eine Auskunft über folgende Punkte erteilt:

In diesem Fall muss der Antragsteller schriftlich erklären, dass der Darlehensbetrag mit der Nachzahlung und/ oder der lfd. Zahlung nach dem BAföG verrechnet werden soll.


Darlehenshöhe und -dauer, Rückzahlungsbestimmungen

Im Falle der unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer Notsituation ist das erhaltene Darlehen (max. 800,00 EUR) in der Regel nach 3 Monaten vom Beginn der Gewährung an zurück zu zahlen. Unter Vorlage eines wichtigen Grundes kann in Ausnahmefällen zum Ende des Semesters, in dem das Darlehen beantragt wurde (d.h. per 28.02. bzw. 31.03.sowie per 31.08. bzw. 30.09. des jeweiligen Jahres) die Rückzahlung aufgenommen werden. Ratenzahlung ist möglich.

Die monatlichen Raten betragen in der Regel 50,00 EUR.

Kann ein Darlehensnehmer nicht für die entsprechende Rückzahlungssumme bzw. -rate aufkommen, tritt an seine Stelle die Sicherheitsleistung.

Das Überbrückungsdarlehen wird für max. 6 Monate, in der Regel ab Antragstellung, gewährt. Der Höchstsatz, der hierfür pro Monat beantragt werden kann, beziffert sich auf 500,00 EUR.

Die Rückzahlung der gesamten Darlehenssumme hat sofort nach Einsetzen der Leistungen nach dem BAföG bzw. eines anderen Trägers zu erfolgen und wird auch zu diesem Zeitpunkt fällig. Sollte aus rechtlichen Gründen eine Zahlung des Trägers (z.B. kein Anspruch der Höhe nach) nicht erfolgt sein, wird das Darlehen dennoch zum vereinbarten Zeitpunkt fällig. Das gesamte Darlehen wird auch sofort nach Einsetzen der Leistungen eines Trägers fällig, sollte aus tatsächlichen Gründen die vereinbarte Verrechnung der Nachzahlung und/oder der evtl. Zahlung eines Leistungsträgers nicht mehr möglich gewesen sein.

Unter Angabe Ihres Namens sowie des Codewortes "Darlehen" als Verwendungszweck ist die Rückzahlung auf folgendes Konto des Studentenwerkes vorzunehmen:

HypoVereinsbank
Konto- Nr.: 63 86 35 920
BLZ: 200 30 000

Mahn- und Beitreibungskosten trägt der Darlehensnehmer. Für die erste Mahnung sind 2,50 EUR, für die zweite Mahnung 8,00 EUR zu entrichten. Der Kostenersatz für die Benachrichtigung des Bürgen bzw. sonstigen Sicherheitsgebers beträgt 2,00 EUR.

Wichtig: Der zur Verfügung stehende Finanzrahmen für die Vergabe von Darlehen durch das Studentenwerk Rostock ist sehr begrenzt. Deswegen kann es passieren, dass der Antrag trotz Vorliegen der Bewilligungsvoraussetzungen nicht gewährt werden kann, weil die Mittel für das laufende Jahr bereits ausgeschöpft sind. Es besteht kein gesetzlicher Rechtsanspruch auf die Gewährung eines Darlehens.